In diesem Interview bekommen wir wertvolle Tipps. Mit HR-Expertin Frau Prof. Dr. Merkwitz sprechen wir über das Thema Kennzahlen im HR. Unter anderem klärt sich im Interview, anhand welcher Aspekte in diesem Bereich beurteilt werden kann. 

 

Durch Kennzahlen kann die Funktionsweise eines Unternehmens transparent gemacht werden. Mit diesen Kennzahlen ist es möglich, eine SWOT-Analyse durchzuführen. Durch jene soll sichtbar werden, ob das Unternehmen in der aktuellen Situation seine gesetzten Ziele erreichen kann. Das betrifft auch die HR-Abteilungen. Doch durch welche Kennzahlen ist es in diesem Bereich messbar?

 

Wir haben die Expertin Frau Prof. Dr. Merkwitz gefragt:

 

 

 

Welche Möglichkeiten durch Kennzahlen oder Strukturierungen hat man, um den Erfolg einer Personalabteilung messen zu können?

Wenn ein Unternehmen wächst, wie beispielsweise ein Startup welches eine kritische Größe überschritten hat, wird eine professionelle Personalabteilung, die sich um Themen wie Personalrecruiting, -entwicklung und -planung kümmert, benötigt.

Manchmal haben Personalabteilungen das Problem, dass die eigene Leistung nicht wahrgenommen wird. In Abteilungen wie dem Vertrieb, Marketing oder Ähnlichem können im Gegensatz dazu beispielsweise generierte Umsätze oder Aufträge genannt werden. Für HR ist es schwieriger. Es kann erklärt werden was sie tun. Wie man beispielsweise Mitarbeiter einstellt, trainiert, aus- und weiterbildet, aber der Wert wird im Unternehmen manchmal nicht gesehen.

Natürlich gibt es diesbezüglich Kennziffern. Eine ist es, wie schnell es gelingt eine vakante Stelle zu besetzen. Dabei ist die Zeit eine Kennzahl an der gemessen werden kann.

 

Welche Zeitspanne muss durchschnittlich angesetzt werden, um eine Position im mittleren Management besetzen zu können?

Hierbei kommt es sehr auf die Stelle an. Handelt es sich um die Besetzung einer Praktikantenstelle, kann diese wohl nach 3 Wochen besetzen werden. Managementpositionen können auch 3 – 6 Monate in Anspruch nehmen. Je nachdem wie anspruchsvoll oder auch ausgefallen die Anforderungen sind.

Eine andere Kennziffer ist die sogenannte “Frühfluktuation”. Das heißt es wird beobachtet, wie viel Prozent der eingestellten Mitarbeiter das Unternehmen noch während der Probezeit verlassen.

 

Könnte es sein, dass dies nichts mit den HR zu tun hat, sondern mit beispielsweise der Unternehmensphilosophie?

Das ist richtig. Die Faktoren warum jemand in der Probezeit kündigt, hat vielleicht nichts mit den HR zu tun, sondern damit, dass beispielsweise die Führungskraft und der Mitarbeiter nicht zusammenpassen.

Allerdings müssen Personaler dies im Vorfeld überprüfen. Hier wird vom sogenannten “Jobfit” gesprochen. “Jobfit” bedeutet: Der Bewerber passt zur Stelle, zum Unternehmen, in das Team und er passt zu der Führungskraft. Wenn so rekrutiert wird, dass der Mitarbeiter in allen vier Aspekten zu dem Unternehmen passt und damit der “Jobfit” sichergestellt ist, dann ist die Gefahr einer Frühfluktuation relativ gering.

 

Das Gespräch als Podcast:

 


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Quellen:

Dr. Fleig, J. (23. Dezember 2016). business-wissen.de. Abgerufen am 16. Mai 2018 von https://www.business-wissen.de/hb/kennzahlensysteme-als-grundlage-fuer-kennzahlenmanagement/

 

About Daniela Reisinger

*25.03.1991, Fachwirtin für Versorgungs- und Eventmanagement, im März 2016 Start des Studiums der Wirtschaftspsychologie und seit Dezember 2017 tätig für IRECC